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Kosten

Notarkosten

Beratung · Entwurf · Beurkundung

Die Kosten für die Tätigkeit des Notars sind bundeseinheitlich im Gerichts- und Notarkostengesetz geregelt.

Notare sind gesetzlich auch verpflichtet, die vorgeschriebenen Gebühren zu erheben; eine Ermäßigung oder Vereinbarung zu Notarkosten sind gesetzlich verboten.

Durch die Anknüpfung der Notargebühren an den Wert des Geschäfts und damit an die Leistungsfähigkeit der Beteiligten wird erreicht, dass jeder notarielle Tätigkeiten unabhängig von seinen Vermögensverhältnissen und der Komplexität der Angelegenheit in Anspruch nehmen kann. Das notarielle Kostensystem ist damit sozialverträglich ausgestaltet. Dies führt dazu, dass Notare viele Amtstätigkeiten ohne eine kostendeckende Gebühr durchführen.

Außerdem können notarielle Urkunden oft an anderer Stelle Kostenvorteile bringen. So bestehen bei notariellen Testamenten und Erbverträgen erhebliche Kostenvorteile im Vergleich zu einem späteren Nachlassverfahren. Auch notariell beurkundete Vorsorgevollmachten vermeiden kostenintensive und aufwändige Betreuungsverfahren.

Beratung und Entwurf: notarielle Beratung „kostenlos“?

Die notarielle Beratung, einschließlich der Entwurfstätigkeit, ist bei einer daran anschließenden Beurkundung derselben Angelegenheit in der Beurkundungsgebühr bereits enthalten.

Die Beratungsgebühren sind damit in der Entwurfs- bzw. Beurkundungsgebühr inbegriffen, also „inklusive“.

Kommt es allerdings nicht zu einer Beurkundung, sind Entwürfe oder Beratungen abzurechnen und damit kostenpflichtig.

Was kostet eine (isolierte) Beratung beim Notar?

Bei einer isolierten Beratung entstehen Beratungsgebühren, wenn der Notar also keinen Entwurf fertigt und keine Beurkundung vornimmt.

Die Höhe der Beratungsgebühr ist dann vom Aufwand und der Komplexität sowie vom Vermögen der Beteiligten abhängig.

Kostenauskunft

Pauschale Auskünfte zu Notarkosten oder Kostenvoranschläge sind nicht möglich.

Berechnungsbeispiele zu Notarkosten finden Sie auf dem Informationsportal der Bundesnotarkammer.

Auf Anfrage informieren wir Sie nach Mitteilung der hierzu benötigten Angaben gerne über die voraussichtlich anfallenden Notarkosten. Für Ihre Anfrage können Sie das folgende Formular verwenden:

Weitere Hinweise zu Notarkosten

Übernahme von Notarkosten durch Rechtsschutzversicherungen

Teilweise erstatten Rechtsschutzversicherungen bei der Beurkundung von Testamenten, Erbverträgen oder Vorsorgevollmachten die anfallenden Notarkosten. Bitte erkundigen Sie sich ggf. vor der Beurkundung bei Ihrer Rechtsschutzversicherung.

Überwachung durch die Aufsichtsbehörden

Notare werden in regelmäßigen Abständen von der Justizverwaltung auf die Einhaltung der Vorschriften des Gerichts- und Notarkostengesetzes geprüft. Dabei werden eine Vielzahl von Kostenrechnungen auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft. Dies kann in Einzelfällen zu Rückfragen, Nacherhebung oder Rückerstattung von Gebühren führen.

Gerichtliche Überprüfung

Notarielle Kostenrechnungen können in einem gerichtlichen Verfahren überprüft werden. Daher enthält jede Kostenrechnung eine ausdrückliche Rechtsbehelfsbelehrung. Der Antrag kann beim zuständigen Gericht schriftlich oder zur Niederschrift der Geschäftsstelle gestellt werden. Er ist zu begründen.

Internationaler Vergleich

Eine umfangreiche Studie der Harvard University zur Kostenstruktur bei Grundstückstransaktionen hat gezeigt, dass Notare in Deutschland nicht nur in hohem Maße Rechtssicherheit gewährleisten, sondern die Notarkosten im internationalen Vergleich auch niedrig sind.